Vom Wesen der Riesenschnauzer

Im Laufe der Zeit glaubt ein jeder Hundebesitzer seinen Hund so gut zu kennen, dass er behauptet, dessen Gedanken „lesen“ zu können …

Unserer Meinung nach könnte eine Selbstvorstellung unserer Riesenschnauzerhündinnen folgendermaßen klingen:

„Wuff, ein herzliches Hallo! Wir heißen „Diva von der Wilhelmshöhe“ und „Grace Kelly von der Thelersäule“. Unseren anmutig klingenden Vornamen versuchen wir mehr als gerecht zu werden, indem wir elegant durch den Garten schreiten, am Gartenzaun flanieren und vorbeigehende Vierbeiner herzlich von uns in Kenntnis setzen.

Zudem gelingt es uns fast immer mit unserem bezaubernden Augenaufschlag und dem dazu passenden Hundeblick, die Menschen von unserem guten Willen zu überzeugen, sodass man uns nie lange böse sein kann, wenn man mal ein wenig zu übermütig durch den Garten getollt ist, oder noch ein zweites Leckerlis wünscht.

Wenn wir auf der Straße unterwegs sind, schauen Passanten teilweise zunächst skeptisch, denn schließlich gehören wir zur Rasse der RIESEN- Schnauzer und können dann gepaart mit unserer Lebensfreude und Neugier Neuem gegenüber schon mal ein wenig zu offen wirken. In der Regel verfliegt der skeptische Blick jedoch ganz schnell und wir bekommen Komplimente wie „Oh, die sind ja lieb“, „Darf man die streicheln“ etc… - Natürlich lassen wir uns gerne streicheln!!! Das ist eine unserer Lieblingsbeschäftigungen (auch hier lässt sich dann der oben bereits erwähnte Augenaufschlag sehr zielführend einsetzen!).

Alternativ gehen wir natürlich ebenso gerne auf ausgiebige Spaziergänge, bei denen wir frei durch die Natur toben können und fleißig unser Herrchen zum Wurf-Sport anregen… manchmal vergessen wir jedoch, dass wir den Ball/ Stock eigentlich wieder zurückbringen sollen und beobachten interessiert, wie Herrchen im Unterholz nach neuen Wurfgeräten stöbert.

Im Sommer erfrischen wir uns auch gerne mal mit einem Sprung in den Waldsee. Selbst wenn wir danach noch durch die Hecken und Wiesen rennen, gibt es aufgrund unseres kurzen Fells keinen Ärger, wenn wir nach Hause zu Frauchen kommen. Den Dreck kann Herrchen nämlich noch im Kofferraum des Autos ausbürsten.

Witzig finden wir auch, dass es von euch Menschen auch kleinere Exemplare gibt, mit denen wir sehr gerne spielen, jedoch noch ein wenig unser Temperament zügeln lernen müssen, damit wir die kleinen Spielgefährten nicht aufgrund unserer Größe erschrecken.

Unsere Größe wollen wir eigentlich nämlich nur einsetzen, um 1. eine Blick auf die Mahlzeit der Menschen erhaschen zu können (wer weiß, vielleicht fällt zufällig was runter!) und 2. als Beschützer für unser „Menschenrudel“ ernst genommen zu werden, wenn es mal wirklich darauf ankommen sollte.

Zum Schluss wollen wir noch eine Sache klarstellen: wir sind nicht stur sondern nur beharrlich!!“